Aktioun Schoulsäck fir de Malawi
Am November 2011 goufen eng 1 500 Schousäck zu Chinyata un d'Kanner aus der Primärschoul verdeelt.
Vun allen Kanner e grousse Merci un all déi Kanner a Léit déi zu Lëtzebuerg an am noen Ausland di läscht Zäit Schoulsäck an Schoulmaterial gesammelt a gespend hunn.
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Weihnachten 2011 fiel in einem kleinen Dorf in Malawi auf den 14.November
Zwischen dem 30.10 und 16.11.2011 besuchten einige Vertreterinnen der ONG „Eng oppen Hand fir Malawi“ den lokalen Partner, die Schwestern und Mitarbeiter des St Gabriel‘s Hospitals in Namitete. Ziel dieser Reise war, es neben den aktuellen laufenden Projekten des Spitals, die erste Phase des Dorfprojektes in Chinyata abzuschließen. Hier wurde vor 2 ein halb Jahren mit einem Projekt begonnen, welches verschiedene Bereiche abdeckt um die Lebensbedingungen der dortigen Dorfbewohner zu verbessern. Direkte Nutznießer sind etwa 300 Familien und über 3 000 Menschen. Sauberes Wasser durch neue Brunnen, hygienische Unterweisungen und Installation von Toiletten in jeder Familie waren Hauptarbeitsfeld im 1. Jahr. Danach wurden weit weniger Kinder dieser Dörfer mit schweren Durchfallerkrankungen ins Spital eingeliefert. Ein weiterer Bereich ist die Verbesserung der Landwirtschaft. Jahrelange Monokultur in Mais und Tabak, sowie das Benutzen von schädlichen Düngern, haben den Boden unfruchtbar gemacht und die Felder der einfachen Bauern waren ertraglos. Hunger und Armut waren die direkten Folgen. Unter der professionellen Anleitung und Begleitung von Salaam Longwe, eines einheimischen Agronomen, sind die Menschen heute fähig unterschiedliche Kulturen anzubauen und zu ernten. Die Agrarforstwirtschaft, ein Produktionssystem, das Elemente der Landwirtschaft mit denen der Forstwirtschaft kombiniert, fand nach anfänglicher Ablehnung durch die Bauern nach einiger Zeit große Zustimmung. Mehrjährige Hölzer auch einjährige landwirtschaftliche Nutzpflanzen werden auf demselben Feld integriert. Diese Bäume stabilisieren den Wasserhaushalt und schützen den Boden vor Erosion. Hinzu kommt, dass das Laub als natürlichen Kompost genutzt werden kann. Heute arbeiten mehr als 50 Familien mit den neuen Agrarmethoden und motivieren ihre Nachbarn und Familienangehörigen sich diesem Projekt anzuschließen. Diese Familien können nicht nur von ihrem Ertrag leben, sondern vermögen zudem ihre Produkte auf dem lokalen Markt zu verkaufen. Schönstes Zwischenresultat dieses Projektes ist jedoch die offizielle Eröffnung der ersten Schulgebäuden und Lehrerwohnungen, die in diesen Jahren in Chinyata entstanden sind. Diese neuen Gebäude haben nicht nur das das Bild des Dorfes verändert, sondern haben die Entwicklung der Menschen wesentlich beeinflusst. 4 Schulblöcke mit jeweils 2 Schulsälen wurden gebaut. Noch immer zu wenig für die über 1 200 Kinder dieser Dörfer, die zurzeit die Grundschule besuchen. 12 Lehrer teilen sich die Kinder in Gruppen auf –morgens die Kleinen und ab 11 Uhr die Großen, damit die Räume so gut wie möglich genutzt werden könne. Und doch ist dies ein enormer Fortschritt, seit sie vor 3 Jahren noch alle unter den großen Bäumen sitzen mussten. Ein Sportplatz mit richtigen Fußballtoren und Volleyballnetze machten aus dieser Schule eine Art Modell und zahlreiche andere Dörfer würden gerne zu Chinyata gehören Was ihnen jetzt noch fehlt, sind Schulbücher und Schulmaterial. Eine große Freude und Unterstützung war die Verteilung von Schulranzen, die alle mit Heften und Schreibmaterialien gefüllt waren. Diese ist der Erfolg einer Schulranzen-Aktion, welche die ONG „Eng oppen Hand fir Malawi“ vor 2 Jahren gestartet hatte. Unzählige einzelne Kinder und Mütter haben gespendet, viele Schulklassen durch das ganze Land haben eifrig gesammelt. Frauenvereine haben Schulsäcke und Material eingekauft und viele andere Vereine haben Geld gespendet. So konnten wir etwa 1 400 Schulsäcke mit Material gefüllt. Alle wurden an diesem 14. November einzeln an die Schulkinder verteilt. Jedes einzelne erhielt einen Ranzen, mit einem Heft, einer Schachtel mit Bleistifte, Kugelschreiber, Farbstifte, Lineal, Gummi und Radierer. Für jeden einzelnen Schüler – ein Reichtum, was noch nie dagewesen. Auch die Lehrer von Chinyata gingen nicht leer aus und können jetzt auf besseres didaktisches Material für den Unterricht zurückgreifen. Allen Menschen, Große und Kleine, die sich an dieser Aktion beteiligt haben einen großen Dank. Dadurch war für diese Kinder und Eltern der 14.November etwas wie Weihnachten. All Ihr Warten und Hoffen auf Veränderungen und vor allem all ihre Bemühungen und ihre Bestrebungen aus ihrem Dorf etwas Besonderes zu machen, hat sich gelohnt. Es war einfach nur schön diese Freude und Dankbarkeit zu sehen, zu spüren, zu erleben.
Doch zurück nach Namitete und dem St Gabriel’s Hospitals, dem ersten Ziel der Entwicklungsprojekte und Unterstützung der ONG „Eng oppen Hand fir Malawi“. Aktuell wird innerhalb eines Kofinanzierungsprojektes mit der luxemburgischen Regierung der „Out-Patient-Department“ (OPD) vergrößert. Die Zahl der Patienten hat sich in den letzten Jahren verdoppelt und es werden pro Jahr über 40 000 Menschen versorgt. Die Vergrößerung des Spitals bedeutet auch für die technischen Mitarbeiter vor Ort eine Herausforderung, bei welcher sie professionelle Hilfe benötigen. Während 2 Jahren unterstützen Techniker der Zitha-Klinik in regelmäßigen Missionen ihre Berufskollegen durch technisches Wissen. Diesen Männern, die teilweise ihren Urlaub und ihre Freizeit für diesen Einsatz zur Verfügung stellen, einen großen Dank. Neben den kofinanzierten Projekten unterstützt „Eng oppen Hand fir Malawi“ das St Gabriel’s Hospital jährlich mit Medikamenten und anderen medizinischen Hilfsgütern, damit das Spital den Anforderungen der vielen Kranken gerecht werden kann.
Die Reise vor Ort wurde auch genutzt um neue Projekte zu planen, die den Menschen von Namitete und in den umliegenden Dörfern zugutekommen werden. Die Not ist groß, der Hunger macht sich schon jetzt bemerkbar und noch liegt die nächste Ernte im April in weiter Ferne. Doch was uns am meisten beeindruckt hat, war, dass sich die Menschen aufmachen, sie ihre Not lindern wollen, das Elend vermindern suchen. Das schaffen Sie nicht allein – noch nicht – Sie brauchen dazu unsere Hilfe. Doch vor Ort geschieht auch viel um nicht nur von fremden Spendengeldern abhängig zu sein. Das Spital plant einen Verein „Friends of St Gabriel’s Hospital“ zu gründen, der sich um lokalen Fundraising kümmert. Eine erste Aktion im Golfclub von Lilongwe am 12. November brachte immerhin etwas über 5 000,00 € ein. Eine beachtliche Summe, doch wird dies den Bedarf der Menschen nicht decken können. Dazu brauchen wir Sie, unsere Spender und Helfer; wir brauchen den luxemburgischen Staat und die zahlreichen Vereine, die immer wieder unzählige Werke tun, damit uns Entwicklungshilfe – Hilfe zur Entwicklung - gelingen kann. Deshalb, nach dieser Reise, am Ende eines arbeitsreichen Jahres, Ihnen allen einen großen Dank.
ZIKOMO KWAMBIRI