Umgesetzte Projekte

In den letzten Jahren wurde viel Geld und Arbeit in den Aufbau und in die Renovierung des St. Gabriel’s Hospitals investiert. Eine der Hauptursachen war die Tatsache, dass die Spitalsaktivitäten um vieles größer und intensiver wurden, da St. Gabriels das einzige Spital in dieser Gegend ist und außerdem auch auf nationaler Ebene große Anerkennung findet. Viele der Bauten sind jedoch in der Zwischenzeit fast 50 Jahre alt und mussten deshalb  erneuert werden.

 

1990 “Umänderung und Vergrösserung der Poliklinik” OPD 172.894.00 €
1992 Wiederaufbau der Poliklinik – Ausstattung

36.840.00 €

 

Das OPD – Out-Patient-Department ist vergleichbar mit einer Poliklinik in einem Krankenhaus hier bei uns.  Zusätzlich zu den Besuchen in den ambulanten Abteilungen wie Labors, Konsultationen, Röntgen oder Behandlungen kommen in Malawi die  Patienten  regelmäßig, um ihre Arzneimittel abzuholen. Da die früheren Gebäude den neuen Anforderungen nicht mehr gerecht wurden und vor allem den hygienischen Standards nicht mehr entsprachen, wurde ein neuer Trakt gebaut. 

1999 Ausbau der stationären Gemeinschaftsräume zur Isolierung der Patienten die an Tuberkulose erkrankt sind 31.400.00 € (1)
  Bis dahin teilten die Tuberkulose-Patienten den gleichen Raum mit den anderen Patienten und es bestand akute Ansteckungsgefahr. Deshalb wurden die bestehenden Gebäude der Frauen- und der Männerabteilung verlängert. So konnten nun neue Räume mit jeweils 6 Betten abgetrennt und isoliert werden für die Hospitalisierung der Tuberkulose-Patienten.
2001 – 2003 Erneuerung des Daches vom St. Gabriel’s Hospital
245.950.00 €
 

Während der Regenzeit wurde festgestellt, dass es in Krankensäle hineinregnete, da das Dach an verschiedenen Stellen undicht war. Aus diesem Grund wurde das Dach vom Spital komplett erneuert. Die Gelegenheit wurde genutzt, um das bestehende Gebäude um 1,5m zu erhöhen und damit die Luftzirkulation in den großen Krankenhaussälen zu verbessern.(1)

2003-2006 Renovierung der Einzelzimmer
215.330.00 €
 

Diese Isolationsräume sind aber nicht ausreichend. Viele Krankheiten können nicht genau diagnostiziert werden und bergen ein breitgefächertes Ansteckungspotential. Aus dieser Erkenntnis heraus wurde ein neuer Trakt gebaut, der ausschließlich über Einzelzimmer mit den entsprechenden Sanitäranlagen verfügt. Diese Zimmer können Patienten zur Verfügung gestellt werden, die isoliert werden müssen, oder  sie können als Einzelzimmer genutzt werden von Patienten, die sich eine solche Behandlung leisten können. Dies bietet dem Krankenhaus die Möglichkeit, sich ein regelmäßiges Einkommen zu erwirtschaften. 

2004-2007 Sanierung des Wassersystems 141.298.30 €
 

Das gesamte Wasserleitungssystem wurde erneuert. Sämtliche Sanitäranlagen wie Toiletten und Duschen wurden neu installiert. Die Zu- und Abwasserrohre wurden neu verlegt und versorgen alle Gebäude mit frischem Wasser. Aus mehreren kleinen Abwasserauffanggruben, welche zu nahe bei den Häusern lagen, wurden 3 große Gruben weiter entfernt von den Häusern gebaut.
2 Brunnen konnten gebohrt werden, die von den Familien genutzt werden, die ihre Kranken im Krankenhaus versorgen, sowie von den Menschen aus den Nachbardörfern. Dabei wurde festgestellt, dass Namitete noch für Jahre über ausreichende Wassermengen verfügt, und dass die Qualität des Wassers gut ist. Zu guter Letzt wurden neue Wassertanks installiert, die die Versorgung der ganzen Station mit sauberem Wasser garantieren.
Dabei muss man bedenken, dass die ganze Station Namitete sich nicht nur auf das Spital beschränkt, sondern viele andere Gebäude umgreift: eine Waschküche; die Küche, wo die Familien für ihre Kranken das Essen zubereiten, die Gebäude, in denen die Familien schlafen und während dieser Zeit wohnen; eine Küche zur Zubereitung der Mahlzeiten für unterernährte Kinder und Häuser zur Unterbringung des Personals.

 2008 Neues Kanalsystem zur Ableitung des Regenwassers
108.400.00 €
 

Da das Spital im Hang liegt, wurden jedes Jahr während der Regenzeit  Krankensäle - hauptsächlich die pädiatrische Abteilung -   überschwemmt. Die Kinder sowie ihre Mütter mussten evakuiert werden. Der Grund hierfür bestand in der Tatsache, dass die bestehenden Wasserableitungskanäle nicht fachgerecht installiert worden waren und so die Wassermengen nicht aufnehmen konnten. Mittlerweile besteht ein komplett neues, funktionierendes Kanalnetz. Und es sind schon zwei Regenzeiten vergangen, in denen die Kinder in der neuen Pädiatrie, welche mit Hilfe der Europäischen Kommission erbaut wurde, bleiben konnten.
Dies sind nicht die einzigen durchgeführten Baumaßnahmen, welche auf dem Gelände des Spitals ausgeführt wurden. Die Verantwortlichen vom St. Gabriel’s Hospital bemühen sich auch noch andere Geldgeber zu finden. Die hier aufgeführten Arbeiten konnten  jedoch alle durch die Finanzierung der ONG “Eng oppen Hand fir Malawi” ausgeführt werden.


Alle Projekte werden mit Hilfe des luxemburgischen Staates im Rahmen einer Kofinanzierung von 66,67 %
(1) Mit der finanziellen Unterstützung der Gemeinde Luxemburg